Larsenfishing

Berichte ber Larsen Fisch & Fang

Norwegen die Monsterlengs

Hier ein aktueller Bericht über den Supergau, der jüngst unserem Larsen, seit Juni Servicemann und Guide der Anlage in Lauvsnes (bei Din Tur auch 'Zansibar In' genannt) ist, widerfahren ist.
Offenbar bewahrheitet sich nun, was einige Insider schon ahnten:
Die Großlengs vor Hitra und Froya sind keine Ausnahmen...Die Küste Mittelnorwegens scheint weitaus mehr solcher Plätze aufzuweisen...

Doch lest selbst, wie es dazu kam...Autor ist sein Freund und langjähriger Angelkumpel, der selbst sonst für den Esox schreibt, Volker Dapoz....

Da muss Papa erst nach Lauvsnes kommen, dass Old Larssen mal den Staub von seiner Tiefseemulti bläst und nach den endlosen Pilkvorstellungen für Tschechen, Schweden, Russen auch mal wieder 'ne anständige Drift in 250m ansetzt! Scheint aber wirklich schlimm zu sein! Selbst Leute, die ankommenderweise den festen Willen erklären Wir angeln nuuur tief!, haben das Durchhaltevermögen von Schmetterlingen in der Arktis. Ein, zwei Lumbs aus 170m, dann rammeln sie wieder ihre Pilker in die Klamotten der Flachplateaus! Es gibt nun mal mehr 4pfündige Lumbs, als 40pfündige Lenken. Da ist ein bisschen mehr Durchhaltevermögen angesagt. Zugegeben, die Anzahl der erfolgversprechenden Plätze ist so groß, dass man nach dem tausendsten Lumb schon mal den Außenborder anschmeißt, um sich eine andere Ecke zu suchen. Dennoch ist es schade, die völlig unbehelligten Dicklengs eines natürlichen Todes sterben zu lassen! Die kommerzielle Fischerei schmeißt ihre Fanggeräte offensichtlich nur im Winter und nur zum Zwecke des Kveitenfangs in die Tiefsee vor Lauvsnes. Halt! Seeteufel werden auch noch befischt. Aber in diesen Netzen verfängt sich auch sonst nix anderes. Die einzigen Feinde der Tiefseeeinwohner sind also Pottwale die nicht eben häufig aufkreuzen, Larssen der nicht eben viel Zeit dazu hat und ich der ich leider viel zu selten im Zanzibar Inn bin. Einen ganzen Nachmittag hatte ich letztens auf der Durchreise. Also nicht viel Zeit für Experimente und Seenebel noch dazu. Also nix Offshore! Gleich rechts rum zum Ausgang Namsenfjord, da gab es sowieso schon einiges um 1.30-Leng.



Die Anzahl der bestückten Angelhaken, die in diesem Bereich von ca. 20 Quadratkilometern mit durchweg festem Untergrund eine Tiefe von mehr als 200m erreicht haben, läßt sich an zwei bis drei großen Männerhänden abzählen. Natürlich die letzen fünf Jahre zusammen gerechnet!! Erschwerend, aber Fangfaktor Nummer 1 ist die Gezeitenströmung, die mit dem Namsenfjord zusammen hängt. Hier haben wir letztens exakt vier bestückte Angelhaken zur o.g. Statistik hinzuaddiert zwei von Larssen und zwei von mir! Es fing auch ganz manierlich an, die Lumbs waren an den frischen Heringen nicht ganz so interessiert, oder nicht so stark vertreten, und ich begann die Serie mit einem 80er Leng, steigerte mich auf einen 90er und verlor einen Größeren. Larssen legte auch noch einen 90er dazu. Wir peilten die Metermarke an, also eine sanfte Steigerung, als sich Larrsen nicht mehr an die Spielregeln hielt! Beinahe sah es ja aus, als ob er den ziemlich derben Biß vermasselt hätte. War überhaupt verrückt: BißAnhiebSitzt nicht! Dasselbe gleich noch mal: BißAnhiebSitzt!Wird aber wieder locker! Jedenfalls lässt er dat Dingens noch ein bisschen baumeln, haut noch mal an und denn war die Pietsche richtig krumm! Wirklich schade, dass ich den Camorder nicht dabei hatte. Endgewaltig der Drill! Nach 10 Minuten waren wir uns sicher, so'nen Leng gibt's nicht. Also Kveite! Was ja gewissermaßen gesetzmäßig ist, wenn man schnell für 3 oder 4 Stunden angeln fährt und nur das allernotwendigste mit an Bord hat. Nach weiteren 25 Minuten und dem flacher werdendem Schnurwinkel war aber klar: Lengalarm! Was dann aber dreißig Meter hinter dem Boot hoch kam, war die Frechheit schlechthin! Zwei so Riesenklumpen! 1,63m und 1,70m! Für den Großen hat die Waage nicht gereicht! Na Petri!



PS:Vor lauter Aufregung haben wir uns die Position nicht so richtig markiert. Natürlich hätten wir sie sowieso nicht punktgenau verraten, aber auf den nächsten Driften habe ich auch noch zwei Ehrentreffer gelandet. Immerhin n 1,35er dabei. Wer das bis jetzt noch nicht wusste, Larssen macht jetzt und sicher auch die nächsten Jahre den Anlagenbetreuer in diesem netten Nichtnurtiefseegebiet. Ich habe ihn auch breit gedroschen, dass er selber mal ein paar News Board stellt. Ich kann ja nicht wegen jeder Kleinigkeit die Tasten kloppen....



... alles Angehakte! »